(8.1.2012, 18:19) Samsung gab am Freitag eine erste Schätzung seiner Ergebnisse des vierten Quartals 2011 bekannt. Der Gewinn steigerte sich um 73% gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr auf 4,5 Milliarden Dollar. 60% des Gewinns trägt die Mobile Division bei, vor allem durch Rekordverkäufe von hochwertigen Smartphones. Die Galaxy Serie hat Samsung ein unglaubliches Marktwachstum beschert.
Das Jahr 2011 hat häufigen Wechsel in der Reihung gebracht. War Nokia noch im Q1 die Nummer 1, mussten die Finnen den Platz an der Sonne im Q2 an den Rivalen aus Cupertino abtreten. Aber auch Apple verlor die Krone an Samsung im Q3, die mit 23,6 Millionen einen neuen Rekord erzielten. Apple musste hingegen einen Rückgang um 16% auf 17,1 Millionen iPhones hinnehmen.
Die Verkäufe von Samsung im vierten Quartal legten nach den ersten Berichten um 48% auf 35 Millionen Smartphones zu und Analysten erwarten, dass Samsung damit seine Führung behaupten kann. Der Erfolg wird in erster Linie der Galaxy Serie mit Android zugeschrieben. Das Galaxy S II und das Galaxy Ace waren die Top-Performer. Aber auch das Tabletphone Galaxy Note wurde schon über eine Million Mal verkauft.
Auch im nächsten Jahr erwartet Samsung seinen Marktanteil weiter ausbauen zu können. So wurde etwa bereits mit dem Galaxy Ace Plus ein Nachfolger eines seiner Bestseller angekündigt und kommt in der dritten Februarwoche in den Handel. Morgen wird Samsung bei der CES 2012 wahrscheinlich einige neue Tablets ankündigen und im Februar werden beim Mobile World Congress in Barcelona unter anderem mit dem S III ein neues Flaggschiff erwartet.
Samsung hat einen sehr schlanken und extrem flexiblen Produktionsprozess, der es erlaubt binnen kürzester Zeit Geräte an die Wünsche der Mobilfunker anzupassen. Das wird als einer der Schlüsselfaktoren für den Erfolg angesehen.
Unklar ist noch wie viele iPhones Apple verkaufen konnte. Die Zahlen in den USA liegen etwas über den Erwartungen. Marktführer Verizon berichtete 4,2 Millionen verkaufte Stück und Sprint soll 2 Millionen verkauft haben. Damit würden die Verkäufe allein in den USA rund 13 Millionen Stück erreichen. Die Zahlen liegen über den Erwartungen.
In früheren Analysen werden jedoch Rückgänge in anderen Ländern in Europa und Asien berichtet. BTIGs Analyst Walter Piecyk hatte mit 30 Millionen Stück gerechnet, revidierte aber auf Grund der guten US Zahlen seine Prognose auf 35 Millionen. Damit würden die USA bereits fast 40% der Gesamtverkäufe repräsentieren. Ob die 30 bis 35 Millionen Stück angesichts der Negativmeldungen aus anderen Ländern halten, wird sich aber erst beim Quartalsbericht am 24. Jänner weisen.
Keine guten Nachrichten kamen von HTC. Das taiwanesische Unternehmen hatte bereits vorher vor einem Gewinnrückgang gewarnt. HTC berichtete nun vorläufige Zahlen mit einem Minus von 26% beim Gewinn. Auch die 10 Millionen verkauften Smartphones bedeuten einen deutlichen Rückgang gegenüber den 13,2 Millionen Stück im 3. Quartal.
Motorola meldete 10,5 Millionen Handys, davon 5,3 Millionen Smartphones. Bei den Smartphones konnte Motorola leicht zulegen, gegenüber den 4,8 Millionen im dritten Quartal. Aber die Verkäufe von Featruephones zeigten einen deutlichen Rückgang von 6,8 Millionen Stück.