(1.8.2011, 17:20) Nach der Klage von Apple gegen Samsung vor einem Bezirksgericht in Südkalifornien, war es Samsungs Strategie die gerichtliche Auseinandersetzung auf weitere Länder auszudehnen. Nach einer Meldung von Bloomberg hat das südkoreanische Unternehmen eine Übereinkunft mit dem iPad-Hersteller im Rahmen einer Anhörung vor einem Gericht in Sidney getroffen, den Verkaufsstart des Tab 10.1 vorläufig auszusetzen. Im Gegenzug habe Apple eine Entschädigung in ungenannter Höhe zugesichert, sollte Samsung die juristische Auseinandersetzung um Patentrechte schließlich gewinnen. Die nächste Anhörung ist für 29. August angesetzt.
Apple wirft Samsung bekanntlich vor, mit dem Galaxy Tab 10.1 zehn Patente und Designs zu verletzen. Samsung hat mit Gegenklagen reagiert und die beiden Elektronikriesen stehen sich mittlerweile bei mindestens 11 Gerichten in 9 Ländern auf 4 Kontinenten gegenüber.
Patentrechtsexperte Florian Müller bewertet den Rückzieher von Samsung nun als deutliches Schwächezeichen. Hätten die Koreaner mehr Vertrauen in die eigene Position, hätten sie den Verkauf gestartet und den Prozess durchgezogen.
Nach dem vorläufigen Urteil der ITC (International Trade Commission) für Apple und gegen HTC bei zwei Patenten, beurteilt Müller diesen Rückzieher von Samsung nun als den zweiten wichtigen Etappensieg für Apple.

Die Stätten der gerichtlichen Begegnung
· Nord Amerika
United States of America
U.S. District Court for the Northern District of California
U. S. District Court for the District of Delaware
U.S. International Trade Commission
· Europa
Deutschland
Landgericht Mannheim
United Kingdom
High Court of England and Wales
Frankreich
Unspecified French court
Italien
Unspecified Italian court
Niederlande
Unspecified Dutch court
· Asien
Japan
Unspecified court based in Tokyo
South Korea
Central District Court (Seoul)
· Australien (Kontinent und Land)
Federal Court of Australia (Sydney)