Gemäß den bisherigen Umsatzzahlen 2010 entfallen 95 Prozent auf digitale Technik. Analoge Gerätschaften hingegen verzeichnen lediglich einen fünfprozentigen Anteil.
(Wien, 30.08.2010) Noch vor zehn Jahren sah alles ganz anders aus: Die Verkaufszahlen von analogen und digitalen Apparaten standen in einem nahezu umgekehrten Verhältnis zu heute. Ganze 13,4 Milliarden Euro gaben die Deutschen heuer für digitale Unterhaltungselektronik aus. Im Vergleich zu den dabei 9,6 Millionen verkauften Flachbildfernsehern, sehen 40.000 abgesetzte Röhrenfernseher ziemlich schwach aus.
Die Digitalisierung befällt aber auch andere Unterhaltungsmedien: DVD-Player verdrängen die alteingesessenen Videorekorder aus dem Wohnzimmer; MP3-Player überzeugen die letzten Walkman-Besitzer. Jeffry van Ede vom Bitkom-Präsidium formuliert es so: „Der Wachwechsel in der Unterhaltungselektronik ist damit abgeschlossen, gleichzeitig steht ein neuer Innovationsschub durch die Internettechnologie bevor.“
Bekanntes Muster
Der andauernde Ablösemodus in der Technologie-Ära ist ein bekanntes Spiel: Immerhin schon am Beginn der Achtziger löste die sogenannte „Compact Disc“ Langspielplatten ab und der CD-Player den Plattenspieler. Wesentlich später siegte schließlich die Digitalkamera über die konventionellen Fotoapparate. Die Verkaufszahlen von Digitalkameras steigen überdies weiter an: Laut Bitkom ist 2010 mit einem Absatz von etwa 8,3 Millionen zu rechnen. Ein Grund dafür sei die Erschwinglichkeit hochwertiger Geräte, die mittlerweile festzustellen ist.
Derzeit ist noch ein anderer Wandel zu beobachten: Der Blu-ray-Player löst inzwischen langsam aber sicher den DVD-Spieler ab, vom Videorekorder ganz zu schweigen: Dessen Absatz belief sich 2006 gen Null, während 5,3 Millionen DVD-Player einen Abnehmer fanden.
Digitale Grundausstattung
Fazit von van Ede: „Die Digitaltechnik hat nicht nur alte Geräte ersetzt, sondern auch völlig neue Marktsegmente geschaffen.“ Auch Spielkonsolen und Computer gehören für viele zur heimischen Grundausstattung.