(20.4.2011, 13:30) Fernsehen ist noch immer das Medium mit den höchsten Nutzerzahlen. Studien zufolge nutzen 96% noch immer das TV-Gerät. Andere Medien haben aber die Anteile des Fernsehens vor allem in Hinsicht auf Nutzungszeit schon stark angeknabbert. Dank Smart TV wird der Fernseher aber wieder einen zentraleren Platz in den Wohnzimmern einnehmen.
Wir haben soeben den Samsung D8000 mit 46 Zoll Bildschirmdiagonale zum Testen erhalten. Und sind sehr beeindruckt. Zunächst mal einige Highlights:
· Webbrowser mit vollem Zugang ins Internet sowie zu Video- und TV-Sites wie atdhenet.tv oder youtube.com/live
· große Bibliothek von Apps inklusive dem Videoportal Vimeo, Spielen, Facebook, Twitter, Skype, Google Maps und Zeitungen
· Social TV: links sieht man das Fernsehbild und rechts läuft der Facebook- oder Twitter-Newsfeed
· komfortable Bedienung des Fernsehers mit App am Galaxy Tab oder S
· ach ja – Fernsehen kann man auch und zwar in phantastischer HD-Qualität und – so man Videos dafür hat – auch in 3D.
Im Internet nehmen die Zahl der Videoquellen und live gestreamten TV-Programme rasant zu. Es ist ganz nett sich diese auf einem Tablet oder Smartphone anzusehen, aber das Wahre ist doch ein Bildschirm von 40 Zoll aufwärts.
Vor Einstieg von Apple
In jüngster Zeit mehren sich die Anzeichen, dass Apple noch heuer mit einem eigenen TV-Gerät groß herauskommen wird. Und spätestens dann wird Smart TV einen Mega-Hype und einen gewaltigen Aufschwung erfahren. Apple hat im Moment mit Apple TV eine Set Top Box auf dem Markt, aber diese ist wie alle Set Top Boxen eine ziemliche Krücke.
Apple CEO Steve Jobs bezeichnete die Boxen gar als Innovationshemmnis: „Die Fernsehindustrie hat ein Subventionsmodell und schenkt jedem eine Set-Top-Box. Daher will niemand mehr dafür etwas zahlen. Innovationen werden verhindert. Der einzige Weg, das zu ändern, ist ein Neustart von Grund auf, die Box zerreißend, in neuem Design und in einer Weise, dass der Kunde es kaufen möchte", sagte der Apple-Chef Steve Jobs schon im vergangenen Jahr.
Den „Angriff auf das Wohnzimmer" wird Apple nach Ansicht des Analysten Brian White noch in diesem Jahr starten. „Apple wird diesen Weg schneller gehen, als es am Markt erwartet wird", sagte White, der dem Konzern gute Chancen einräumt: „Die Kombination aus Apples starkem Ökosystem, dem versierten Design, einer starken Marke und der Fähigkeit, Produktkategorien neu erfinden zu können, könnten Apple in den nächsten drei Jahren zu einer starken Kraft im TV-Geschäft machen."
Die Videoquellen
Im Netz gibt es immer mehr Webseiten, über die live Events gestreamt werden oder Streams von Sendern laufen. Google hat erst kürzlich angekündigt massiv über YouTube ins Livestreaming einsteigen zu wollen. Man plant 20 eigene Fernsehkanäle live anzubieten und eigene Produktionen in Kooperation mit Hollywood zu machen.
Viele Sportevents finden sich bereits live im Internet. In Österreich ist etwa die Footballszene sehr aktiv. So haben die Innsbrucker Swaro Raiders einen eigenen Livestream von jedem Match unter raiderstv.at und Football Austria überträgt auch bereits von vielen Spielen live im Internet. Auf Vimeo, wofür es im Samsung D8000 eine eigene App gibt, ist ebenfalls reicher Videocontent aus Österreich zu finden.
In den USA ist das Video on Demand Service Netflix extrem erfolgreich. Für nur 7,99 Dollar im Monat haben die Abonnenten Zugriff auf eine riesige Videobibliothek vom Fernseher, Computer oder Tablet. Und das ohne zusätzliche Set Top Box. Kein Wunder, dass Netflix 2010 bereits auf 20 Millionen Abonnenten und 596 Millionen Dollar Umsatz kam.
Wie Martin Weigert in seinem Netzökonom Blog berichtet, sucht Netflix nun Mitarbeiter in Deutschland, offenbar in Vorbereitung der Eröffnung einer Filiale. Doch bevor Netflix über den großen Teich kommt, will ein Deutscher den Markt besetzen: Stefan Schulz baut in Berlin für Vivendi Mobile Entertainment, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des französischen Medienkonzerns Vivendi, die Plattform Zaoza auf.
Neue Technik
Die Smart TV Geräte verfügen über eine für die Fernsehbranche komplett neue Technik, die weitgehend denen der Smartphones und Tablets entspricht. Die Geräte sind offenbar ebenfalls mit Prozessoren im ARM-Design ausgestattet, haben eine Linux-Variante als Betriebssystem und einen Web-Browser, der eine Modifikation von Opera ist.
Ganz sicher bin ich mir bei den Details nicht, da für die Produkt-Manager der Unterhaltungselektronik Branche selbst noch alles zu neu ist um darüber fundiert Auskunft geben zu können.
Über die Erfahrungen mit dem Samsung D8000 werden wir in den Fortsetzungen berichten.
( )© Telekom-Presse
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