Hohe Temperaturen machen nicht nur den Menschen, sondern auch den Festplatten zu schaffen. In den Sommermonaten haben daher neben den Schwimmbädern, auch die Datenretter Hochsaison.
(Wien, 9.6.2010) Temperaturen jenseits der 30 Grad bedeuten oft den Todesstoß für Festplatten. An heißen Sommertagen werden Datenretter daher bis zu doppelt so oft zu Hilfe gerufen.
Hitze-Kollaps
"Heiße Büroräume, direkte Sonneneinstrahlung oder nicht ausreichend gekühlte Serverräume können das vorzeitige Ableben von Festplatten verursachen", so Nicolas Ehrschwendner, Geschäftsführer des Wiener Datenrettungsunternehmens Attingo. "Die von den Festplattenherstellern spezifizierte maximale Umgebungstemperatur kann schnell erreicht werden. Für viele externe USB Festplatten sind maximal 35 Grad Celsius Umgebungstemperatur erlaubt. Die von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik prognostizierte Temperatur für kommenden Freitag liegt bei 36 Grad Celsius."
Unzureichende Kühlung
Häufig fehlt es an ausreichender Kühlung der empfindlichen Datenträger. Ohne Kühlung können PC-Festplatten im Betrieb eine Oberflächentemperatur von bis zu 70 Grad Celsius erreichen. Lediglich ein leichter Luftstrom könnte die Temperatur jedoch auf 30 Grad Celsius senken. Bei überhitzen Festplatten kann es zu Headcrashes, Dejustierungen der Schreib- und Leseknöpfe und zu defekten Lager kommen. Letztlich können die fehlende Kühlung oder nicht klimatisierte und schlecht belüftete Serverräume zu herben Datenverlusten führen. Der letzte Weg bleibt dann oft nur die professionelle Datenrettung. Laut Attingo können die Daten in mehr als neunzig Prozent der Fälle wiederhergestellt werden. Neben der Hitze sorgen auch Unwetter häufig für einen Festplatten-Crash. "Auch vermeintlich sichere RAID-Systeme können in diesen Fällen den Datenverlust nicht verhindern. Wir empfehlen daher das Anlegen von regelmäßigen Backups und eine ausreichende Kühlung der Festplatten", so Ehrschwendner.