(24.01.2012, 15:10) Sony als neuer Retter von Olympus? Nachdem bei dem Kamerahersteller Olympus ein Milliardenbilanzskandal öffentlich wurde, gibt es Gerüchte, dass Sony eine Kapitalbeteiligung von 20 bis 30 Prozent am Unternehmen vorgeschlagen hat. Dies berichteten zumindest japanische Zeitungen, welche sich auf interne Informanten berufen. Sony selbst kommentierte die Medienberichte nicht.
Angeblich soll der japanische Elektroriese vor allem an der medizinischen Ausrüstung wie Endoskope interessiert sein, auf deren Herstellung sich Olympus spezialisierte. Sony fokussiert sich in erster Linie auf Unterhaltungselektronik, kann hierbei aber derzeit keine großen Erfolge erzielen und musste im vierten Quartal 2011 gar einen schweren Verlust in der Höhe von 247 Millionen Euro hinnehmen.
Es bestehen Gerüchte, dass sich der Konzern nun verstärkt auf den wachsenden Gesundheitsmarkt konzentrieren und dort als Anbieter entsprechender Technik seine Stellung verbessern möchte. Olympus könnte sich nach dem Bilanzskandal über eine Allianz ebenso freuen. Neben Sony sollen aber auch andere Unternehmen wie Panasonic, Fujifilm Holdings und Terumo Interesse an einer Zusammenarbeit zeigen.
Olympus schockierte Anfang des Jahres mit einem Bilanzskandal, bei dem die Unternehmensspitze, darunter der amtierende Chef Shuichi Takayama sowie 18 weitere Manager verklagt wurden. Zudem wurde eine außerordentliche Aktionärsversammlung für April einberufen, bei der über eine neue Führung beraten wird. Hier sollen auch mögliche Kooperationen mit anderen Unternehmen beschlossen werden.