(21.11.2011; 11:00) Das Aufkommen der sozialen Medien brachte auch einen neuen Aspekt bei der Arbeitssuche. Lange hieß es, Jobbewerber sollten vermeiden auf Netzwerken wie Facebook, Twitter, StudiVZ oder dergleichen, zu viel Information preiszugeben, da Personalabteilungen mittlerweile auch diese Dienste nutzen um sich ein Bild von dem jeweiligen Bewerber zu machen.
Daten persönlicher Natur sollten daher spärlich bis gar nicht einzusehen sein. Fotos von Partys und Informationen über private Gewohnheiten gereichen nicht jedermann zum Vorteil.
Mittlerweile hat sich auch dieses Bild geändert. Der Trend geht sogar dahin, dass Personalbüros verstärkt in sozialen Plattformen nach geeigneten Mitarbeitern suchen, auch wenn diese sich nicht aktiv nach einer neuen Firma umsehen. Warum sollte es dann nicht auch möglich sein, sich diesen Trend zu Nutzen zu machen?
RezScore ist ein Unternehmen das sich auf Optimierung von Bewerbungen spezialisiert hat. Mittels Algorithmen werden die eingesandten Lebensläufe und Motivationsschreiben analysiert, sowie nach dem amerikanischen Notensystem bewertet und mit Verbesserungsvorschlägen versehen. Auch Firmen verlassen sich seit Neuestem auf den Service von Gerrit Hall, Mitbegründer von RezScore, und seiner Webapplikation, um Bewerbungen besser aussortieren zu können.
Durch den immer größer werdenden Stellenwert von sozialen Netzwerken sieht es Gerrit Hall als sehr hilfreich und unerlässlich an, seine Nutzerdaten von Facebook, Twitter, Google+, oder dergleichen bei Bewerbungen anzugeben. Die URL sollte man bei seinen Kontaktdaten angeben.
Da in den Lebensläufen meist sehr viel Information enthalten ist, sollte man darauf achten, diese nicht alle einfach nur in sein Profil zu kopieren, sondern Schwerpunkte setzen. Man sollte dennoch vorsichtig sein, welche Informationen dabei wirklich online gestellt werden.
Gerrit Hall empfiehlt die Angaben mit Schlüsselwörtern zu versehen. Meist verwenden Firmen spezielle Software um interessante Bewerber, sowie mögliche neue Mitarbeiter leichter im Netz zu finden. Um dabei nicht übersehen zu werden, sollte man Schlüsselwörter, die sich vor allem in Stellenausschreibungen finden, in seine Informationen einarbeiten.
Außerdem ist es wichtig, seine Daten immer aktuell zu halten und jobrelevante Seiten bei Interessen hinzuzufügen. Diese Informationen sollten auch für jeden ersichtlich sein und nicht durch Privatsphäre-Einstellungen für andere gesperrt sein.