(04.07.2011, 12:45) Zynga, eine amerikanische Entwicklerfirma für Social Games, hat kürzlich seinen Börsengang beantragt und im Zuge dessen die aktuellen Unternehmenszahlen präsentiert. Demnach belief sich der Gewinn des Vorjahres auf 91 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 597 Millionen Dollar. Laut Quellen übersteigt Zyngas aktueller Unternehmenswert beispielsweise sogar den Wert des Suchmaschinenbetreibers Yahoo, der derzeit bei 19,5 Milliarden Dollar liegt.
Den größten Umsatzanteil von Zynga bildet der Verkauf virtueller Güter im Rahmen von kostenlosen Social Games wie etwa FarmVille oder CityVille, die via Facebook gespielt werden können. Im ersten Quartal 2011 machten virtuelle Güter 94 Prozent des Umsatzes aus, während der Rest aus Werbemaßnahmen stammte. Vom Börsengang verspricht sich Zynga nun eine zusätzliche Einnahmequelle in der Höhe von ein bis zwei Milliarden Dollar.
Zynga beeindruckt aktuell nicht nur mit seinen Unternehmens- sondern auch Userzahlen: Monatlich werden rund 280 Millionen aktive Spieler gezählt, an einem einzigen Tag gibt es durchschnittlich 57 Millionen Zynga-User. Dabei ist zu bedenken, dass nur ein kleiner Anteil der Spieler tatsächlich virtuelle Güter kauft – und schließlich Einnahmen bringt.
Die User- und letztlich Umsatzzahlen von Zynga korrelieren jedoch deutlich mit dem Erfolg und den Benutzerzahlen von Facebook. So stellt Facebook den größten Teilnehmerkreis der Zynga-Spieler dar. Nach Prognosen von Zynga selbst wird sich das auch in der näheren Zukunft nicht ändern. Facebook dürfte das nicht viel ausmachen, immerhin gehen 30 Prozent jeder Transaktion, die ein Spieler durchführt, an das Social Network selbst.
Dem soll künftig eine neue Strategie entgegenwirken: Zynga-Gründer Mark Pincus setzt künftig offensichtlich verstärkt auf Mobile Games, wie es auch die neuste Entwicklung 'CityVille Hometown' für Smartphones darstellt. Der Markt um mobile Spiele zeigt sich ohnehin vielversprechend.