(Wien, 9.1.2010) Die neue Generation von Flat-TVs wie die superdünnen LED-Geräte von Samsung sind mit einer ganzen Reihe von Empfangsmöglichkeiten ausgerüstet: Internet, DLNA als Connectivity zu PC und Handy, USB – und natürlich auch DVB-T und DVB-C. Die DVB-Varianten sind weltweit standardisiert und ermöglichen den Empfang von Fernsehen in HD-Qualität.
Die Idee ist, dass man so ein Gerät anstecken kann, den Menüpunkt „Plug&Play“ aktiviert und das Gerät sucht sich die Sender zusammen. Was den terrestrischen Empfang anlangt, so passiert dies auch – allerdings beim HD-Empfang heißt es „bitte warten“. Die Sendekette ORS – im Eigentum des ORF und Raiffeisen – geht bei der Ausrollung von HD mit durchaus bäuerlicher Bedächtigkeit vor.
Also, denkt man sich, dann Kabelfernsehen, denn auch dafür ist ein HD-Empfänger eingebaut. Anstecken, „Plug&Play“ und schon bekommt man schon sortiert 33 analoge und 273 digitale Kanäle – davon 120 in SD, 9 in HD und der Rest sind Radiokanäle. Sehr schön! Zumindest in der Theorie und in Teilen des Landes. Denn UPC-Kunden werden an dieser Stelle den sprichwörtlichen dicken Hals bekommen. Der HD-kompatible DVB-C-Tuner findet nämlich im Netz der UPC nur – die analogen Kanäle...
Zum Empfang der digitalen Kanäle braucht man bei UPC eine eigene Strom fressende und Platz verbrauchende Set-Top-Box. Die kostet in der HD-Version 7,90 Euro im Monat extra. Und das für jedes Gerät, mit dem man HD empfangen will.
Ich frage mich, warum UPC im Gegensatz zu anderen Kabelanbietern sich zum Schaden seiner Kunden nicht an die Standards hält. Technische Unwissenheit kann es ja wohl kaum sein, Abzockerei ist es bei den Preisen und den mit dem Handling dieser Boxen verbundenen Kosten wohl auch nicht. Ich tippe am ehesten noch auf die Arroganz des Marktführers und Monopolisten, dem Bedürfnisse und Komfort seiner Kunden völlig wurscht sind.
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