(Wien, 22.06.2010) Der gestrige Mobile Monday stand ganz im Zeichen des Innovationsjuwels des Jahres – dem Tablet. Mobile Media Revolution - die Rolle des Tablets als entweder erlösendes oder vernichtendes Tool der Medienlandschaft ist unklar. Doch nicht aus technischer, sondern aus gesellschaftspolitischer Hinsicht ist der Tablet-PC eine Revolution. Was Apples Killerdevice, das iPad grundlegend verändert hat, ist das Userverhalten.
Rolle der Tablet Devices
Welche Rolle wird den Tablet Devices in Zukunft zugeschrieben und welche gesellschaftlichen Entwicklungen kommen auf uns angesichts der technischen Fortschreitung der Geräte auf uns zu? Diese und andere Fragen wurden beim siebenten MoMo-Day im Wiener Naturhistorischen Museum diskutiert. Moderiert wurde die illustre Panel-Runde vom Wirtschaftsblatt-Ressortleiter Digitale Medien Alexis Johann. Im Panel saßen diePresse-Geschäftsführer Peter Krotky, Chefredakteurin von Xpress Mesi Tötschinger, Neofonie-CEO Helmut Hoffer von Ankershoffen, Cast-Studienleiter und Publizist Martin Zimper sowie Georg Holzer von digirati.eu.
eMagazine
Der Abend starte mit zwei Keynotes, die das Panel thematisch einläuteten. Vinzenz Weber von der Blockhaus Mediaagentur gab einen Markt-Überblick der aktuellen Tablet-PCs und die Entwicklung von eMagazine. HIER geht es zur Präsentation.
Forrester-Studie
50 verschiedene Tablets sollen bis Q1/2011 auf den Markt kommen, heißt es. Der Gründer des Marketingberatungsunternehmens Point of Origin Andreas Hladky präsentierte die Ergebnisse einer Forrester-Studie, die verdeutlicht macht, wie sich das Verhalten und die Beziehung der "digital natives" zu Tablets und paid content bei Mediennutzung im vergangenen Jahr verändert hat: Die Bereitschaft für Inhalte zu bezahlen stieg von drei Prozent im Jahr 2009 auf heuer 13 Prozent. Im Abstract "Old media must die… User werden zahlen, aber nicht für abgelaufene Geschäftsmodelle" werden künftige Bezahlmodelle und der Wandel von Medienlandschaft und -nutzung unter die Lupe genommen.
Eine weitere gesellschaftliche Entwicklung ist der "ego-trippin' user", der das Angebot der mobilen Applikation geprägt hat. HIER geht es zur Präsentation "mobile media revolution & the ego trippin' user".
Im folgenden Video wird gezeigt, wo wir mit Augmented Reality in vielleicht schon fünf bis zehn Jahren stehen könnten.
Solution Prinzip
Eine solche Bibliotheksvision lässt die Vermutung zu, dass für Informationen zu jeder Zeit an jedem Ort und in jedem Umfang durchaus die Zahlungsbereitschaft der User erhöht. Die erweiterte Realität ist definitiv Teil künftiger mobiler Applikationen und Devices. Applikationen folgen dem Lean Solution Prinzip, das als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren im mobile-Content-Sektor gilt. Dementsprechend sehnt sich der User danach, er möchte immer einfachere Angebote.
Lean Solutions Prinzip
Was bei einer Panne passiert…
Preapp:
Anruf bei Freund
1. Freund recherchiert Tankstellen
2. ruft bei allen Tankstellen an
3. notiert Preise
4. ruft zurück
5. gibt Wegbeschreibung
6. fahre hin
Preaugmented:
1. Öffnen der Anwendung
2. Aktualisierung
3. Ablesen der Ergebnisse
4. fahre hin
preintuition:
1. Ablesen der Ergebnisse
2. fahre hin
Fazit
Applikationen zeigen, dass User bereit sind, für intelligente Informationsfilter zu bezahlen. Und dass User den kürzestmöglichen Direktzugang zur individuell gewünschten maßgeschneiderten Information am gewünschten Ort zur gewünschten Zeit schätzen.
Das Verhältnis zum Tablet-Device wird als "neues Lebensmodell" gehandelt. Die Experten sprechen von einer persönlichen und gar intimen Beziehung, die sich im Zuge dieses Mensch-Maschine-Konglomerats entwickelt.
© Telekom-Presse
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Fotos: Fotocredit: Markushollo
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