(18.11.2011, 13:50) René Obermann hatte Edward Kozel im Mai 2010 als Nachfolger für Hamid Akhavan in den Telekom-Vorstand geholt. Der US-Amerikaner brachte viel Erfahrung in der IT-Branche mit nach Bonn. Der gebürtige Amerikaner will der Konzern zum Jahreswechsel verlassen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise. Demnach hat Kozel den Aufsichtsrat gebeten, seinen bis 2015 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Das Gremium wird am 15. Dezember darüber entscheiden.
Einen Nachfolger soll es vorläufig nicht geben. Der Vorstandsvorsitzende René Obermann will das wichtige Thema Innovationen künftig selbst in die Hand nehmen. Die Telekom wollte sich auf Anfrage nicht zu den Personalien äußern.
Kozels Ausscheiden ist ein schwerer Schlag für die Telekom. Er war derjenige, der dem Bonner Konzern neue Umsatzquellen erschließen sollte. „Mit ihm haben wir ein Schwergewicht der Branche gewinnen können“, freute sich Obermann damals. Zuvor hatte Kozel im Vorstand von Cisco für die Technik des US-Netzausrüsters verantwortlich gezeichnet.
Kozel, der erst seit 18 Monaten bei der Telekom arbeitet, sei an den starren Strukturen und langsamen Prozessen der Telekom gescheitert, schreibt das Handelsblatt. Aber auch Vorstand und Aufsichtsrat sollen unzufrieden mit seiner Arbeit gewesen sein. Er habe zwar gute Ideen gehabt, aber sie nicht in konkrete Produkte umsetzen können, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.