(6.5.2011, 15:10) Das Galaxy S II ist der Nachfolger des höchst beliebten Galaxy S, das eines der erfolgreichsten Android Phones geworden ist. Wir haben die nun in Österreich verfügbare Version ausführlich getestet. Wer in den vergangenen zwei Monaten auch nur oberflächlich die Tech-Berichterstattung verfolgt hat, weiß allerdings ohnehin bereits das meiste.
Der erste Eindruck bestätigt alle unsere bisherigen Berichte: Es ist dünner, leichter und erheblich schneller. Android 2.3.3 bringt ebenfalls eine deutliche Verbesserung und dazu hat Samsung noch eine Reihe von ziemlich coolen Widgets gebastelt, die die Benutzung deutlich verbessern, ja sogar zum Vergnügen machen.
Hardware
Das Galaxy S II ist 8,49 mm schlank. Ich wollte das zunächst nicht glauben und habe mir daher meine alte Schiebelehre ausgegraben – es ist doch wahr. Am unteren Ende ist es allerdings vermutlich wegen des Lautsprechers etwas dicker, was es aber beim Telefonieren nur leichter zum Halten macht. Aber selbst bei der größten Abmessung bleibt das S II noch immer unter 10 mm.
Die Rückseite ist leicht gerippt und gibt damit einen angenehmen Touch. Damit sollte es auch Kratzern und Tappern wesentlich besser widerstehen als die ursprüngliche Rückseite des Galaxy S. Mit 116 Gramm ist es federleicht.
Die Vorderseite ist komplett mit Glas abgedeckt, das das 4,27 Zoll Super Amoled Plus Display schützt, zusammen mit einigen Sensoren, die vordere Kamera und zwei kapazitive Android Buttons im untersten Teil. Nur der Ohrhörer und der Home Button unterbrechen die glatte Oberfläche. Auf dem Glas bleibt kaum etwas haften, weder Schmutz noch Fingerabdrücke, jedenfalls ist das besser gelungen als bei vielen anderen Smartphones.
Auf der Seite sind rechts der Ein-/Ausschalter angebracht und links der Lautstärkeregler – und das war‘s dann auch schon. Alle Buttons funktionieren ganz leichtgängig und die Verlegung des Lautstärkereglers weg vom Powerswitch ist eine gute Sache und vermeidet irrtümliche Schaltungen. Die Kamera – wow, 8 Megapixel mit Flash – wird mit einem Softbutton bedient, der direkt neben dem physischen Home Button angezeigt wird.
Display
Das Display des S II muss schon als spektakulär bezeichnet werden. Das Schwarz ist undurchdringlich, die Farben brillant. Ein Vergleich des Bildes am Display mit der Realität in der Kamerafunktion vermittelt den Eindruck, als würde man durch einen Rahmen auf das dahinterliegende Motiv schauen. Die Auflösung von 480x800 bleibt zwar hinter der bei anderen Smartphones verfügbaren qHD (540x960) zurück. Aber viele dieser Displays verlieren stark, kaum dreht man das Gerät auch nur etwas. Das S II kann man fast parallel zur Blickrichtung halten, ohne dass Farben und Schärfe auch nur im geringsten verlieren.
Egal ob man Fotos, Videos oder Webseiten ansieht – dieses Display ist einfach das Beste, was es bisher am Smartphone-Sektor zu sehen gibt, besser als alle Displays von anderen Android Handys und auch besser als das des iPhone 4. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es 4,27 Zoll in der Diaogonale misst und damit um einiges mehr an Platz zum Arbeiten gibt.
Lautsprecher
Das S II hat einen kleinen Ohrhörer zum Telefonieren ins Glas eingelassen. Musik und andere Medien werden über einen Lautsprecher auf der Rückseite in ansprechender Qualität wiedergegeben, ein Ohrhörerset kann oben angesteckt werden - Stereo in exzellenter Qualität garantiert. Der Lautsprecher hatte schon beim Galaxy S einen sehr großen Frequenzumfang. Die App "Stop Mücke" hat damit ziemlich zuverlässig Gelsen vertrieben, wie ich das bei keinem anderen Handy erlebt habe, das iPhone eingeschlossen. Nicht nur der Frequenzgang, auch die Dynamik reicht für Jazz und Klassik und natürlich damit für alle Arten von Schlagermusik.
Akkulaufzeit
Der größte Energieverbraucher bei Handys und Tablets ist das Display. Das S II Display ist ein OLED Panel, das heißt, es wird nicht simpel ein einziges Rücklicht benutzt wie das bei LCD Screens der Fall ist. Es werden nur die Pixel beleuchtet, die benötigt werden um einen Inhalt darzustellen. Und das ist auch der Grund, warum Schwarz wirklich gesättigtes Schwarz ist.
Das verlängert die Laufzeit des Akkus und gibt dem User Optimierungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch Hintergründe, die viele schwarze Flächen enthalten. Oder beim Lesen von eBooks kann man einen schwarzen Hintergrund verwenden und damit die Akkulaufzeit deutlich verlängern. Einen wirklichen Akkutest konnte ich noch nicht ausführen aber nach etwa 20 Stunden Laufzeit mit Ausprobieren, Apps laden, Twitter, Facebook und E-Mail im Hintergrund, halte ich noch immer bei etwa 25% Akkuladung. Ein Blick auf die Verbraucher zeigt mir auch, dass die Anzeige nur 58% des Verbrauches verantwortet und das Betriebssystem 21%. Bei anderen Smartphones ist dieses Verhältnis meist weit schlechter und der Verbrauch durch das Display liegt bei 80 bis 85%.
Kamera
Die Ausstattung mit einer 2 Megapixel Front- und 8 Megapixel Hauptkamera ist üppig. Die Standard Gingerbread Kamera App wurde von Samsung auf der linken Seite mit Shortcuts ergänzt. Oben kann man zwischen den beiden Kameras umschalten, darunter das Fotolicht steuern und mit dem dritten hat man alle Kamerafunktionen im Griff, die man von halbprofessionellen Systemen kennt (ISO, Weißabgleich, Fokus, Szenen, Timer, Effekte, Auflösung, Weißabgleich, Messung, Kontrast, Blinzelerkennung, Macro, GPS-Tag, ...). Und die Schnellzugriffe kann man nach eigenem Geschmack verändern und sich insgesamt vier davon nach links ziehen. Der Fokus lässt sich direkt am Touchscreen dorthin schieben, wo man ihn möchte.
Im Videomodus hat man ebenso passende Einstellmöglichkeiten und Shortcuts. Die Videos werden mit 1080p bei 30 fps aufgenommen. Dank der 8 Mpx Kamera, einem offenbar hochqualitativen Objektiv und die vielen Einstellmöglichkeiten, kann man umwerfende Fotos und Videos mit dem S II produzieren. Einzig wenn man es mit Motiven mit extrem hohen Kontrasten zu tun bekommt, kann es sein, dass entweder ein Teil zu dunkel oder ein anderer zu hell ist. Aber von einem Smartphone kann man auch nicht gut den gleichen dynamischen Umfang wie bei einer Profikamera verlangen.
Vorinstalliert sind auch Apps zur Bild- oder Videobearbeitung.
Unter dem Strich: Fotos und Videos weisen eine unglaublich gute Qualität auf. Schärfe, Tiefenschärfe, Farbbrillanz - alles unglaublich perfekt. Und der Autostabilisator ist zwischenzeitlich so gut, dass selbst zitternde Händchen völlig unverwackeltes produzieren.
Software
Generell fällt die blitzschnelle Reaktion jeglicher Software auf. Das ist zunächst einmal den Performanceverbesserungen durch Gingerbread geschuldet. Aber der Dopplekern-Prozessor mit 1,2 GHz bringt dann die Performance, die man sich von einem Smartphone wirklich wünscht. Und die Connectivity mit HSPA+ tut ein übriges – so man in einer entsprechend ausgestatteten Funkzelle ist. Verzögerungen, langsames Rendering oder gar Hängen habe ich bisher noch kein einziges Mal beobachtet.
Der Standardbrowser ist gegenüber den Vorgängerversionen ebenfalls deutlich verbessert, aber ich habe mir gleich den Dolphin HD installiert, den wohl besten Browser für Android. Und damit wird browsen zum echten Vergnügen.
Samsung hat eine eigene Oberfläche namens TouchWiz, hier in der Version 4.0. Die Verbesserungen gegenüber der Vorversion sind auffallend. Mir scheint, dass man auch einiges von HTC abgekupfert hat, was in diesem Fall keineswegs schadet. Der erste Screen zeigt Uhr, Wetter und den Google Suchbar, der mit einer Suchhistorie ausgestattet ist, die auch die Suche vom PC beinhaltet, falls man eingeloggt war (am Android Phone ist man das ja automatisch).
Eine lange vermisste Neuerung sind Ordner, die auf den Homescreens platziert werden können. Damit kann man Apps gruppieren und weit besser auffindbar machen.


Auch bei den Widgets ist einiges dazu gekommen, z.B. für E-Mail, womit man die aktuellsten Mails am Homescreen sehen kann. Übrigens die E-Mail App ist neu und die beste, die ich bisher auf Handys gesehen habe.
Einen Teil der Steuerung übernehmen nun neue Sensoren. Umdrehen des Handy schaltet den Ton aus (Musik, Anrufe, etc). Will man die Musik weiterlaufen lassen, braucht man nicht durch Wischen wieder ins Hauptmenü – die Steuerung für den Player wird auch gesperrtem Handy angezeigt.
Die beiden anderen Bewegungssensoren sind komplett neu. Mit der Kipp-Funktion kann man durch Kippen des Phones zum Beispiel in Bildern und im Browser zoomen.
Das Touchkeyboard ist das bei weitem beste, das ich bisher in Android gesehen habe. Es nutzt vor allem auch im Querformat die gesamte Breite des Screens aus und ist daher wirklich schnell und zuverlässig bedienbar. Tippt man länger in die Eingabezone, so erhält man die Option Swype einzuschalten – meine bevorzugte Art zu schreiben. Man wischt einfach mit dem Finger über alle Buchstaben eines Wortes – und wie durch Zauberei erscheint es im Eingabefeld. Eine schnelle und zuverlässige Methode der Eingabe.
Die Hubs
Das S II kommt mit 4 Hubs: Social, Music, Game und Readers Hub. Im Social Hub sind alle Nachrichten und Feeds zusammengefasst: SMS, E-Mail, Twitter- und Facebook-Nachrichten. Tippt man auf Feeds, kann man sich entweder die von Twitter oder von Fecebook separat oder beide gemeinsam anzeigen lassen. Sehr praktisch.
Der Music Hub und der Game Hub geben Zugriff auf eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Tracks und Games.


Hat man sich aber Musik über’s USB-Kabel vom PC auf das S II kopiert, wird diese im Musik Hub nach dem Prinzip Kraut und Rüben angezeigt. Aber es gibt wie früher die Musik App und dort funktioniert alles bestens wie gehabt. Den Readers Hub von Kobo gab es schon früher. Er bietet Zeitungen, Magazine und Bücher.
Samsung GALAXY S II Produktspezifikationen
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Band |
GSM 850/900/1800/1900 |
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OS |
Android 2.3 Gingerbread |
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Display |
4.27” WVGA (480x800) Super AMOLED Plus |
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Prozessor |
1,2 GHz Dual Core Prozessor |
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Kamera |
Hauptkamera(Hinterseite): 8MP AF mit LED Blitz |
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Video |
Codec: MPEG4/ H.264/ H.263/ DivX VC-1 |
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Audio |
MP3, AAC, AAC+, eACC+ |
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Hubs |
Social Hub |
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Music Hub | |
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Readers Hub | |
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Game Hub | |
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Enterprise Solutions |
Microsoft Exchange ActiveSync – die umfassendste mobile Umsetzung des Exchange ActiveSync ermöglicht die Synchronisation von Emails, Kalender und Kontakten |
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On Device Encryption – eine Sicherheitslösung, die es ermöglicht mobile Daten zu schützen und nicht zu Lasten von Geschwindigkeit und Funktionalität geht. Ausgezeichnete Leistung kann durch die Einbindung in Sybase Afaria Mobile Device Management und Microsoft Exchange ActiveSync erreicht werden. Beide ergänzen die Verschlüsselung durch ihre eigenen Mechanismen. | |
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Cisco AnyConnect Virtual Private Network – bieten zuverlässige verschlüsselte Netzwerkverbindungen, überall, für Business E-Mails, virtuelles Desktop und andere Android Apps. AnyConnect ermöglicht auch Sicherheit für vertrauliche Anwendungen und Inhalte. | |
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Sybase Afaria Mobile Device Management – eine umfassende Lösung zum Gerätemanagement und für Sicherheit, die sicherstellt, dass mobile Daten und Geräte zuverlässig funktionieren. Es kann unternehmensinterne Sicherheitsbestimmungen auf die Android Plattform übertragen, egal ob es sich um ein privat oder geschäftlich genutztes Galaxy S II handelt. | |
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Cisco WebEx – Angestellte können wichtigen Meetings beiwohnen während sie ihr Samsung Galaxy Geräte benutzen, unabhängig davon wo sie sich gerade aufhalten | |
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Cisco Mobile – eine VoIP Lösung die es Angestellten erlaubt Telefonate via Wi-Fi mit Android Interface zu führen, bietet signifikante Kosteneinsparung für international agierendes Personal | |
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Nützliche Funktionen |
Android Market™ |
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Netzwerke |
Bluetooth® Technologie v 3.0 + HS |
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Sensor |
Beschleunigungssensor, Lichtsensor, |
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Speicher |
16/32GB + microSD (bis zu 32GB) |
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Größe |
25.3 x 66.1 x 8.49mm, 116g |
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Batterie |
1650mAh |
Die technischen Daten können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
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Suchbegriffe: Test: Samsung Galaxy S II