(Wien, 04.08.2010) Das Design des iPhone 4 hat sich klar verändert. Die Ränder werden mit Edelstahl-Bändern umfasst und dienen gleichzeitig als Antennen für WLAN, GPS, GSM, UMTS sowie Bluetooth. Anstelle der Wippe für die Lautstärkeregelung gibt es jetzt zwei Knöpfe. Die Vorder- und Rückseite des Gerätes bestehen aus gehärtetem Glas – das ist meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftig. Im Vergleich zum 3G Modell ist das neue Gerät nämlich schwerer, dicker und auch unhandlicher. Es fasst sich härter und kantiger an. Laut Apple hat das Glas-Design aber einen entscheidenden Vorteil: Stürze aus einem halben Meter Höhe auf harte Untergründe sollen dem Gerät nichts anhaben können. Durch die Änderung der Form des Gerätes passt aber nicht mehr jede Docking Station, es müssen also Neuanschaffungen her.
Kleiner und handlicher
Die Verpackung sowie der Stromadapter des neuen Gerätes wurden von Apple verkleinert. Der kleinere Stromadapter ist viel praktischer, da er weniger Stauraum braucht.
Einfach schärfer
Zu den Neuerungen gehört auch Apples neuer Bildschirm: das Retina Display. Die Auflösung beträgt jetzt 960 x 640 Pixel und hat sich zu den vormals 480 x 320 sehr verbessert. Einzelne Bildpunkte sind mit freiem Auge nicht mehr zu erkennen. Es ist so viel weniger anstrengend Texte am neuen iPhone zu lesen – der Text ist einfach schärfer. Das erkennt man beispielsweise beim Betrachten von Webseiten. Man sieht einfach viel schärfer im Vergleich zu den Vorgängermodellen.
Einfach schneller
Das iPhone 4 überzeugt mit Geschwindigkeit. Klickt man auf den App Store und wählt das Menü Kategorien aus, tauchen innerhalb kürzester Zeit die verschiedensten Apps auf. Das Vorgängermodell braucht länger. Auch das Aufrufen verschiedener Webseiten passiert schnell. Verantwortlich für diese Geschwindigkeit beim iPhone 4 ist Apples neuer A4-Prozessor mit 1 GHz.
Empfangsprobleme?
Empfangsprobleme mit dem Orange-Netz konnte ich keine feststellen. Zwar stimmt es, dass wenn man den Balken, dort wo die Antenne für UMTS und GSM endet, auf der linken Seite des Gerätes für längere Zeit berührt, dass das Gerät an Empfang verliert, nur lässt sich das auch von den Vorgängermodellen behaupten. Am besten dort nicht hinfassen, dann dürfte sich das angebliche Empfangsproblem wohl lösen.
Kleine Spielereien
Eine Spielerei des iPhone 4 unter dem Betriebssystem iOS4 ist die Ordnerfunktion: Apps lassen sich durch 'Drag and Drop' in Ordner zusammenfassen, diese Ordner werden automatisch benannt, lassen sich aber auch individuelle Namen geben. Das bringt im Gegensatz zu den Geräten, die unter älteren Apple Betriebssystemen laufen, mehr Ordnung aufs Phone.Eine weitere Spielerei beim iPhone 4 ist der einstellbare Hintergrund. Weg vom tristen und faden Schwarz der Vorgängermodelle, die über ältere Betriebssysteme laufen – nun kann man den Hintergrund mit ausgewählten Bildern selbst gestalten.
Doppelt hält besser
Ein Highlight des neuen Gerätes ist die Videotelefonie, Facetime genannt. Damit lässt es sich via WLAN von iPhone4 zu iPhone 4 videotelefonieren. Die Kontakte lassen sich direkt aus der Anruf-Ansicht zu einem Facetime-Gespräch anwählen. Auf Grund von Facetime verfügt das iPhone4 auch über zwei Kameras – per Knopfdruck kann man zwischen der vorderen beziehungsweise der rückwärtigen Kamera wählen. Das ist nicht nur für Facetime praktisch, sondern es ist auch eine gute Möglichkeit tolle Selbstportraits zu machen. Die Kamera des iPhone4 verfügt über fünf Megapixel und einen LED-Blitz, der optional zugeschaltet werden kann. Die Qualität der Bilder ist auf jeden Fall besser als die der Vorgängermodelle. Mit der Kamera lassen sich auch HD-Videoaufnahmen im Format 720p machen (optional mit LED-Blitz).
Fazit
Das iPhone4 ist eine nette Spielerei. Für mich persönlich ist es zu unhandlich, aber ich schätze, dass ist wohl eine Gewöhnungssache. Auf alle Fälle überzeugt es durch die verbesserte Auflösung – es liest sich damit einfach leichter. Die beiden Kameras sind ein tolles und praktisches Tool. Auch mit dem Empfang gibt es meines Erachtens keine gravierenden Probleme. Alles in allem überzeugt das iPhone 4. Hätte ich die Wahl würde ich mich trotzdem für das wesentlich handlichere iPhone 3GS entscheiden, natürlich unter iOS 4.
Hier geht's zum Hersteller.
Preis
Je nach Tarif ist das Gerät für Bestandkunden bei T-Mobile ab 149 Euro zu kaufen. Neukunden zahlen 199 Euro. Bei Orange ist das Gerät für Bestandskunden in der höchsten Bonusstufe um 79 Euro erhältlich. Neukunden zahlen 199 Euro.
Bewertung
Bedienung: *****
Design: *
Funktionalität: ***** (von je fünf möglichen Punkten)
Technische Details
Abmessungen und Gewicht
Höhe: 115,2 mm
Breite: 58,6 mm
Tiefe: 9,3 mm
Gewicht: 137 g
Kapazität
16 GB oder 32 GB Flash-Drive
Mobilfunknetz und Wi-Fi
UMTS/HSDPA/HSUPA (850, 900, 1900, 2100 MHz)
GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz)
802.11b/g/n Wi-Fi (802.11n nur mit 2,4 GHz)
Bluetooth 2.1 + DER
Systemvoraussetzungen für Mac
Mac mit USB 2.0 Anschluss
Mac OS X 10.5.8 oder neuer
iTunes 9.2 oder neuer (kostenlos ladbar unter www.itunes.com/de/download)
iTunes Store Account
Internetzugang
Systemvoraussetzungen für Windows
PC mit USB 2.0 Anschluss
Windows 7, Windows Vista oder Windows XP Home oder Professional mit Service Pack 3 oder neuer
iTunes 9.2 oder neuer (kostenlos ladbar unter www.itunes.com/de/download)
iTunes Store Account
Internetzugang
Display
Retina Display
3,5' Multi-Touch-Widescreen-Display (8,89 cm Diagonale)
960 x 640 Pixel bei 326 ppi
Typisches Kontrastverhältnis: 800:1
Fettabweisende Beschichtung an der Vorder- und Rückseite
Unterstützung für die Anzeige mehrerer Sprachen und Zeichen gleichzeitig
Kamera, Fotos und Video
Videoaufnahme, HD (720p) bis zu 30 fps mit Audio
Fotokamera mit 5 Megapixeln
Fotos und Videos in VGA-Qualität mit bis zu 30 fps mit der Kamera an der Vorderseite
Fokussieren per Fingertipp für Videos und Fotos
LED-Blitz
Geotagging für Fotos und Videos
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