(Wien, 16.12.2009) Die mobilen Applikationen Foursquare und Gowalla kombinieren die soziale Netzwerkstruktur mit einem virtuellen Stadtführer und spielerischen Komponenten.
Foursquare – das Tipp-Modell
Im Gegensatz zum Twitter-Modell a la "Was machst Du gerade?" lautet hier die Frage "Wo bist Du gerade?". Zudem ersetzt ein Button die 140-Zeichen-Eingabe. Foursquare ist derzeit für über 100 Städte rund um den Globus verfügbar, man hat eine Freischaltung für alle größeren Städte angekündigt. Mit der spielerischen Komponente will man den User zu mehr Aktivität locken. Je nach Häufigkeit eines Ortstrips erhält man Titel wie Bürgermeister, Gratismahlzeiten oder Dienstleistungen. Im Fokus von Foursquare steht das Feedback zu einzelnen Ortschaften. Einige Gastronomen haben bereits das Geschäftspotenzial von Foursquare bereits entdeckt und verteilen beispielsweise Gratisgetränke an den aktuellen "Bürgermeister" der jeweiligen Bar. Dieser zählt schließlich als loyaler Stammkunde und fungiert mit großer Wahrscheinlichkeit als Türöffner für Neukunden. Der Dienst ist über den App Store erhältlich und läuft auch auf Android.
Gowalla – der Entdeckungstrip
Bei Gowalla dreht sich alles um eine virtuelle Entdeckungsreise. Ähnlich dem Konzept bei World of Warcraft kann der User virtuelle Güter suchen, tauschen und sammeln. Mit deutlich weniger Funktionen punktet die mobile Applikation mit klarerer und intuitiver Handhabung. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass eine höhere Anzahl von Orten im deutschsprachigen Raum verfügbar ist als bei Foursquare.
Twitter Geolocation API
Der etablierte Konkurrente Twitter wartet jedoch kontinuierlich mit neuen Features auf: So hat der Mikroblogging-Dienst am 19. November seine Geolocation API gelauncht, mittels der User ihre Statements geografisch verknüpfen können. Ob es die Geo-Location-Dienste tatsächlich in die Fußstapfen von Twitter schaffen, ist wohl an die Vermarktungsstrategie gekoppelt.