(14.2.2011, 19:30) Die User von Twitter sind offenbar sehr erfinderisch und werden immer mobiler. In seinem Beitrag beim Mobile World Congress in Barcelona berichtete CEO Dick Costolo, dass bereits 40% aller Tweets von mobilen Geräten kommen. 50% der aktiven User nutzen Twitter von verschiedenen Plattformen.
Die Konsequenz für Twitter daraus ist, die Plattform überall anzugleichen um die User-Erfahrung möglichst gleich zu machen. „Du solltest nicht
darüber nachdenken müssen, wie Du Twitter nützt“, so Costolo.
Er berichtete auch darüber, dass Tweets sehr stark mit Events oder Ereignissen verbunden sind. So wurden etwa während der Superbowl 4.000 Tweets pro Sekunde registriert. Noch im Jahr 2008 waren es nur 27. Während der Fußball WM im Vorjahr kam man auf 3.000 Tweets pro Sekunde. Den absoluten Rekord hält aber Japan, wo es die Inselbewohner in der fünften Sekunde nach dem vorigen Jahreswechsel auf 6.000 Tweets schafften.
Zurück zum Live TV
Ein interessantes Phänomen zeigt sich im Zusammenhang mit Live-TV-Sendungen. „Interaktives TV ist schon heute da. Wir produzieren dies mit unseren Devices via Twitter“, so Costolo. Live Tweets über Shows und Fernsehsendungen bringt die Leute zurück zur TV-Programmierung. Durch den Videorecorder ging die Zahl der Live-Seher kontinuierlich zurück, durch Twitter steigt sie wieder an. Denn dadurch erhalten die Seher ein soziales Erlebnis.
Costolo berichtet davon, dass „in dem Moment wo die Show startet, gehen die Tweets um 30% in die Höhe.“ Kein Wunder, dass dies bei den TV-Netzen bereits aufgefallen ist und diese beginnen Twitter aktiv zu nutzen oder überlegen, es in die Sendung einzubeziehen. Ob das zum Tod der Videorekorder führen wird?
Und aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass eine Sendung wie Im Zentrum wesentlich leichter zu ertragen ist, wenn man sich via Twitter mit anderen darüber austauschen kann.
Dazu verwendet man den Mechanismus des Hashtags – man gibt in der Suche #ImZentrum ein und erhält alle Tweets dazu, auch von Personen mit denen man nicht befreundet ist. Da leistet Twitter deutlich mehr als Facebook.
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