(5.12.2010, 17:25) Unglaublich, welche seltsamen Auswüchse die Anti-WikiLeaks-Hysterie der US-Administration in der Zwischenzeit treibt. Wie Mashable meldet, warnte ein Beamter des Außenministeriums die Studenten der Columbia University School of International and Public Affairs vor Postings über WikiLeaks auf Twitter oder Facebook – dies könnte ihre späteren Chancen auf Anstellung gefährden.
Diese Warnung erging an dem Tag als die Cablegate Dokumente erstmals veröffentlicht wurden. Sie wurde dann zwei Tage später von der Uni per E-Mail an die Studenten versendet und wurde am Tag darauf von Studenten in Blogs gepostet, als Senator Liebermann einen Gesetzesentwurf einbrachte zur Unterbindung von Veröffentlichungen, die US-Agenten oder Informanten gefährden könnten oder sonstwie die Interessen der USA schädigen könnten.
WikiLeaks steht seither unter Dauerbeschuss. Wie berichtet wurde die Seite von Amazon Web Services entfernt, das PayPal Konto für Spenden wurde geschlossen, der DMS Provider EveryDNS.net entfernte WikiLeaks und zahlreiche DDoS- Attacken wurden von Hackern lanciert. Und der Frontmann Julian Assange wird per internationalen Haftbefehl wegen angeblicher Vergewaltigungsversuche in Schweden gesucht.
Der Text der E-Mail:
From: “Office of Career Services”
Date: November 30, 2010 15:26:53 EST:
Hi students,
We received a call today from a SIPA alumnus who is working at the State Department. He asked us to pass along the following information to anyone who will be applying for jobs in the federal government, since all would require a background investigation and in some instances a security clearance.
The documents released during the past few months through Wikileaks are still considered classified documents. He recommends that you DO NOT post links to these documents nor make comments on social media sites such as Facebook or through Twitter. Engaging in these activities would call into question your ability to deal with confidential information, which is part of most positions with the federal government.
Regards,
Office of Career Services
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