Während der Bereich Telekommunikation eine negative Umsatzentwicklung von 5,2 Prozent gegenüber 2009 verbucht, freuen sich Dienstleistungsunternehmen über ein Plus.
(Wien, 06.09.2010) Die österreichischen Dienstleistungsunternehmen erzielten im ersten Halbjahr 2010 eine Umsatzsteigerung von 1,9 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2009, wie die Statistik Austria ermittelte. Nach einem nominellen Umsatzplus von 1,2 Prozent für das 1. Quartal 2010 wurde im 2. Quartal mit einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine weitere Steigerung des Ergebnisses erreicht.
Überdurchschnittliche Ergebnisse verzeichneten die Branche "Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen" mit einem Umsatzplus von 4,8 Prozent – insbesondere erzielt durch die zweistellige Zuwachsrate von 14,0 Prozent in der Gruppe "Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften" – und der Bereich "Beherbergung und Gastronomie" (+4,1 Prozent) Etwas weniger dynamisch entwickelten sich die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Plus von 3,1 Prozent sowie der Bereich "Verkehr und Lagerei" mit +1,5 Prozent.
Gruppe Telekommunikation
Ausschlaggebend für die negative Umsatzentwicklung im Wirtschaftsbereich "Information und Kommunikation" (-2,5 Prozent) war vor allem die Gruppe "Telekommunikation" mit einem Umsatzrückgang von 5,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2009.
Die dienstleistungsnahen Handelsbereiche konnten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 ebenfalls ein positives Ergebnis erwirtschaften. Der Großhandel mit nominell +9,1 Prozent und real +4,3 Prozent sowie der Kfz-Handel mit nominell +2,3 Prozent und real +2,0 Prozent erzielten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres Umsatzzuwächse. Das etwas schwächere Ergebnis im Kfz-Handel ist vor allem auf die nachlassende Dynamik bei den Pkw-Neuzulassungen – Stichwort "Verschrottungsprämie" – zurückzuführen.
Beschäftigungsverhältnisse
Die positive Umsatzentwicklung im Dienstleistungsbereich spiegelt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung mit einer Zunahme von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wider. Gemessen werden die Veränderungsraten der Beschäftigtenverhältnisse, ein Rückschluss auf Vollzeitäquivalente ist nicht möglich.