(19.06.2012, 14:00) Ein US-Onlinemagazin soll in Erfahrung gebracht haben, dass alle Apple-Retail-Store-Beschäftigten eine Lohnerhöhung erhalten werden. Der Stundenlohn soll um 4 Dollar ab der nächsten Überweisung steigen.
Ausgelöst wurde diese spendable Geste durch eine interne Onlinebefragung, dessen Ergebnis zeigte, dass viele Mitarbeiter mit der Bezahlung in der Apple-Ladenkette unzufrieden sind.
Das Einstiegsgehalt liegt bei den Stores in New York bei 13 bis 14 Dollar pro Stunde. Ob nur Mitarbeiter in den USA von der Gehaltserhöhung profitieren werden oder aber weltweit ein Anstieg des Lohns geplant ist, ist nicht bekannt.
In den Staaten kritisierte die Apple Retail Workers Union (ARWU) Ende Mai 2011 den Konzern aus Cupertino und warf diesem vor, dass die Verkäufer trotz der sehr anstrengenden Tätigkeit eine schlechte Bezahlung, zu kurze Pausen und mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten hinnehmen müssten.
Zudem habe Apple die Befragung nicht anonym gehalten, so die Organisation. Trotz Zusicherung einer anonymisierten Umfrage konnte man die Antworten den einzelnen Auskunftspersonen zuweisen. Cory Moll von der Apple Retail Workers Union meint dazu: "Wenn Ihnen gesagt wird, Ihr Feedback werde anonym verarbeitet, erwarten Sie zu Recht, dass Ihre Antworten auf die Umfrage nicht mit Ihnen in Verbindung gebracht werden können."
Auch in Deutschland wurde ein Betriebsrat von einigen Beschäftigten des Apple Retail Stores in München gegründet. Ein Sprecher der deutschen Gewerkschaft Verdi stellte fest, dass Apple keine Tariflöhne zahlt, was einer der Hauptgründe für die Kritik am Entlohnungsmodell sei. Zudem sei das Prämiensystem völlig intransparent. Urlaubs- und Weihnachtsgeld werde keines gezahlt, weshalb die Bezahlung insgesamt unterdurchschnittlich sei.
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