(Wien, 20.7.2010) Das halbjährlich kursierende Verkaufsgerücht um die Telekom Austria ist eben wieder aufgetaucht, diesmal in der Online Ausgabe des Wirtschaftsblatt. Dort heißt es: „In der neu geschaffenen Telekom Austria Holding wurde in den letzten Wochen eine streng geheime Arbeitsgruppe eingerichtet. Das halbe Dutzend TA-Mitarbeiter, das darin involviert ist und zu strengem Stillschweigen verpflichtet wurde, beschäftigt sich darin mit der Prüfung eines Verkaufs der Telekom Austria an die russische Telekomgesellschaft MTS.“ Der Auftrag dazu sei aus dem Finanzministerium erteilt worden, nachdem TA-General Hannes Ametsreiter über ein konkretes Kaufangebot berichtet hätten.
Die TA hat umgehend dementiert und Insider sprechen von halbjährlichen, bevorzugt in der Saure-Gurken-Zeit auftretenden Gerüchten. Tatsächlich wäre ein derartiger Auftrag politisch nicht durchsetzbar, selbst der frühere Finanzminister Grasser schreckte davor zurück. In jüngster Zeit haben immer wieder Regierungsmitglieder oder Leute aus Ministerbüros die Bedeutung der Telekom-Infrastruktur für den österreichischen Wirtschaftsstandort betont.
Unter dem Titel „Der digitale Wohlfahrtsstaat“ erschien eben ein Buch mit Beiträgen der Spitze der Regierung, herausgegeben von Marcin Kotlowski, aus dem Kabinett von Staatssekretär Josef Ostermayer. Und darin wird in allen Beiträgen die Bedeutung der Breitband-Infrastruktur herausgearbeitet. Stimmt schon, das ist von der sozialdemokratischen Regierungspartei getragen, aber auch der anderen Regierungsfraktion ist die Bedeutung dessen durchaus bewusst. Deshalb – das Ungeheur vom Loch Ness ist wieder einmal aufgetaucht.
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Fotos: Fotocredit: TA
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