Video im Internet unterscheidet sich vom TV in erster Linie durch schlechtere und geringere Dauer. Neue Web-Standards werden Internet Video aber drastisch verändern. Ein Beispiel von Mozilla.
(Wien, 23.8.2010) Im Grunde genommen finden sich im Internet verkürzte Videos in schlechterer Qualität als wir dies von Film und Fernsehen gewohnt sind. Das Abspielen erfolgt über Plug-ins wie Flash und Silverlight oder über mehr oder weniger gute Player wie Real Player, Windows Media Player oder Apples Quicktime. Egal mit welchem Standard man die Videos abspielt, von Interaktivität ist man genauso entfernt wie bei einem TV-Apparat.
Mit seinem Drumbeat Projekt will Mozilla das nun ändern. Das Tool Pocorn bietet Open Video APIs, mit denen Videos genauso interaktiv gemacht werden können, wie der Rest des Webs.
Basis für interaktive Technologien ist der neue Web-Standard HTML5, der das Abspielen von Videos direkt im Browser und ohne die Verwendung von Plug-ins ermöglicht. Daneben können nun eine Reihe von zusätzlichen Informationen im Browser angeboten werden, wie Untertitel, die sich sogar online in eine andere Sprache übersetzen lassen, Karten und Geo-Informationen, Angaben über die Akteure und ähnliches. Der User kann in der Karte scrollen oder andere Aktionen ausführen, während das Video abläuft.
Mozilla hat eine Pocorn Demo Seite online gestellt, aus der man eine grobe Idee bekommt, welche Möglichkeiten es in Zukunft geben wird. Im Video sieht man eine Reihe von Widgets, die durch Anklicken zusätzliche Informationen liefern, z.B. aus Flickr, Wikipedia, Twitter oder Google News. Das Ergebnis ist laut Mozilla Entwickler Tristan Nitot ein so genanntes „Hypervideo“. Das Video ist wie eine Webpage über Links also mit dem rest des Web verbunden. Doch Vorsicht, es ist noch in einem sehr frühen Stadium.