Im vierten Geschäftsquartal verzeichnet Microsoft einen starken Gewinnanstieg von 48 Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem das neue Betriebssystem Windows 7.
(Redmond, 23.07.2010) Das vierte Geschäftsquartal, das mit 30. Juni 2010 endete, spülte dem Redmonder Konzern viel Geld in die Kasse. Der Gewinn legte im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 4,52 Milliarden Dollar zu und der Umsatz konnte um 22 Prozent auf 16,04 Milliarden Dollar angekurbelt werden.
Starkes Betriebssystem
Der Erfolg des vergangenen Quartals ist vor allem auf Windows 7 zurückzuführen, das im Oktober 2009 auf den Markt gekommen ist. Seitdem konnten rund 175 Millionen Lizenzen des Microsoft-OS verkauft werden. Laut Microsoft-Finanzchef Peter Klein wurde dadurch das bisher stärkste Vierteljahr in der Konzerngeschichte verzeichnet. In der zweiten Jahreshälfte setzen die Redmonder vor allem auf ihr Cloud-Computing-System Windows Azure und das mobile OS Windows Phone 7 sowie auf die Xbox Kinect.
Jahresbilanz
Mit dem abgeschlossenen Quartal endet auch das Geschäftsjahr für Microsoft. Insgesamt stieg der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 62,48 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn legte um 18 Prozent auf 24,1 Milliarden und der Nettogewinn um 29 Prozent auf 18,76 Milliarden Dollar zu. Im Bereich der Betriebssysteme wurde ein Umsatzplus von 23 Prozent auf 18,49 Milliarden Dollar erzielt und der operative Gewinn stieg in diesem Segment um 30 Prozent auf 12,98 Milliarden Dollar. Bei den Servern und Tools kletterte der Umsatz um fünf Prozent nach oben auf 14,87 Milliarden Dollar und der Gewinn um 14 Prozentpunkte auf 5,5 Milliarden Dollar. Im Business-Bereich fiel der Umsatz leicht um einen Prozent und der Gewinn stieg um ein Prozent auf 11,78 Milliarden Dollar. Bei den Online-Services, zu dem auch die hauseigene Suchmaschine Bing zählt, konnte der Umsatz um vier Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar zulegen. Jedoch stieg der operative Verlust in diesem Bereich mit 43 Prozent ebenfalls erheblich an. Microsoft führt dies auf gestiegene Betriebskosten und die Unterstützung für Yahoo zurück. Stagnierend zeigte sich der Umsatz in der Unterhaltungsabteilung des IT-Giganten. Acht Milliarden Dollar wurden umgesetzt, der Gewinn belief sich auf 679 Millionen Dollar.