(31.01.2012, 16:00) Die letzten Arbeiten an der Version Windows 8 sollen bereits in vollem Gange sein, wobei die Beta-Version des Microsoft Betriebssystems bald veröffentlicht wird. Im Laufe der Woche soll die Beta-Version von Microsoft übernommen und dort intern präsentiert werden.
Microsoft-Chef Steve Ballmer kündigte bereits auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas an, dass mit Ende Februar die Beta-Version endgültig für alle Nutzer veröffentlicht werden soll.
Die neue Version des Windows Betriebssystems soll nicht nur neue Funktionen bringen, sondern auch eine verbesserte Nutzeroberfläche. Auch für das Tablet soll das Betriebssystem eigens optimiert worden sein. Zu den ersten Neuerungen, die bei Windows 8 zum Einsatz kommen, gehört insbesondere auch eine wesentliche Verbesserung am Windows Explorer.
Windows Explorer
Dieser soll nun für Windows 8 grundlegend überarbeitet worden sein. Er enthält ein Menüband, das etwa bei Office 2007 oder 2010 zum Einsatz kommt. Somit soll vor allem die Übersicht bei Kontext- und Untermenüs verbessert werden und wichtige Befehle schneller erreicht werden können. In der Listenansicht des Windows Explorers wird Microsoft auch die neue Spalte "Sharing Status" einfügen, die anzeigt, ob eine Datei auch anderen Usern zur Verfügung steht. Auch Ordner im Windows Explorer werden dem neuen Metro-Startbildschrim hinzugefügt werden können.
Interface
Die Benutzeroberfläche von Windows 8 wird Metro heißen und auf Ribbons setzen. Wie schon beim mobilen Betriebssystem Windows Phone 7 werden große farbige Kacheln zum Einsatz kommen, wobei die Bedienung für Finger und Touchscreen optimiert sein wird, allerdings auch über Tastatur und Maus erfolgen kann.
Kopieren von Daten
Das Kopieren und Verschieben von Daten lässt sich in der neuen Version pausieren, was bedeutet, dass beim Kopieren größerer Datenmengen der Vorgang unterbrochen und wieder fortgesetzt werden kann. Dies ist etwa dann sehr nützlich, wenn die Netzwerkverbindung verloren gehen sollte. Möglich ist es auch, einen Kopiervorgang, der über das WLAN gestartet wurde, in weiterer Folge über das schnelle LAN abzuwickeln.
Eine weitere Neuerung betrifft die Fehlermeldungen, die während eines Kopiervorganges auftreten können. Diese werden gesammelt, ohne dass dabei der Vorgang abgebrochen werden muss. Nur bei triftigen Gründen, wie etwa der Löschung einzelner Dateien, fragt das System nach, bevor der Kopiervorgang fortgesetzt wird. Lästigem Nachfragen wegen weniger wichtigen Gründen wird damit aber ein Ende gesetzt.
Widgets
Auch die bereits aus Windows Vista und Windows 7 bekannten Mini-Anwendungen wurden ebenfalls überarbeitet. Die Widgets werden auf allen Endgeräten synchronisiert und ihr Einsatz damit wesentlich vereinfacht.
Sicherheit
Hinsichtlich der Sicherheit kam es ebenfalls zu entsprechenden Verbesserungen, wobei hier vor allem auf die neue Secured-Boot-Funktion des UEFI-Systems gesetzt wird, die verhindert, dass Viren bereits beim Starten des OS Schaden anrichten können. Nach dem Start werden wichtige Daten zudem in zufällige Bereiche des Arbeitsspeichers abgelegt, wodurch es Angreifern schwer gemacht wird, Systemdaten aus dem Speicher abfangen zu können.
Bilder
Nützlich ist auch, dass bei der neuen Version Bilder automatisch gedreht werden, was sich allerdings auf die Qualität der Aufnahmen auswirken kann, wenn die Dimensionen nicht durch 16 teilbar sind. In diesem Fall kann es nämlich zu Verlusten der Bildqualität durch die automatische JPEG-Drehung kommen.