(5.06.2012; 11:00) Früher als erwartet stellte Microsoft die letzte Betaversion von Windows 8 online. In den letzten Tagen beschäftigte man sich eingehend mit der Release Preview. Vergleicht man die im Netz kursierten Gerüchte mit den tatsächlichen Neuerungen und Änderungen gegenüber der Consumer Preview, muss man feststellen, dass die Quellen- und Insiderberichte dieses Mal sehr zuverlässig waren.
Die Meinungen über die User-Freundlichkeit des neuesten Betriebssystems gehen deutlich auseinander, aber vielerorts wird die Release Preview als konfus und schwer zu handhaben beschrieben.
Im Gegensatz zur Consumer Preview wo man beim Starten des PCs noch mit einem Fisch begrüßt wurde, kehrt Microsoft zurück zu Schlichtheit und Dezenz. Ein komplett schwarzer Boot-Bildschirm und der Windows 8 Schriftzug. Ansonsten hat sich auch bei der Installation nichts geändert und die Gestaltung bleibt im Vergleich zur Consumer Preview unverändert.
Beim Einrichtungsassistenten gibt es ein paar geringfügige Änderungen, denn nun werden dem User einige Farb- und Mustervarianten zur Auswahl gegeben.
Beim Startbildschirm gab es nur eine kleine geringfügige Anpassung, denn jetzt befindet sich unten in der Ecke ein kleines Minus in einem Quadrat, das beim Anklicken alle Kacheln anzeigt. Hier fällt dann sofort auf, dass das Angebot der Apps erweitert wurde. So findet man nun Bing Sports, wo man Sportereignisse mitverfolgen kann dann gibt es auch Bing News und Bing Travel, wobei diese Anwendung einen mit möglichen Reisezielen versorgt.
Eine der erfreulichsten Nachrichten: Im Netz kursiert ein Lizenzschlüssel, um das an sich gesperrte Windows Media Center doch nutzen zu können. Unter dem Punkt Einstellungen einfach die Features zu Windows 8 auswählen. Im Menü angeben, dass man bereits einen Key hat und dann folgenden Schlüssel angeben: MBFBV-W3DP2-2MVKN-PJCQD-KKTF7. Wie gewohnt den Lizenzbedingungen zustimmen und den Computer nach erfolgreicher Installation neu starten.
Der an sich angekündigte Verzicht auf die Aero-Oberfläche wurde noch nicht durchgeführt, das wird anscheinend erst bei der finalen Version der Fall sein. Ein paar kleine Anpassungen gibt es aber auch hier, denn bei den Buttons hat man die Schattierungen entfernt, weswegen diese nun sich besser in das Design von Windows 8 einfügen.
Auch wenn sich Microsoft uneinsichtig zeigte, was Verbesserungsvorschläge und Feedback betrifft, so scheint man sich aber einen Punkt doch Herzen genommen zu haben, denn der Flashplayer wird jetzt ähnlich einer Systemkomponente mitgeliefert, weswegen das Abspielen von Flash-Videos jetzt doch möglich ist. Die Zusammenarbeit mit Adobe macht sich schon jetzt für die Nutzer bezahlt, denn die Verbreitung von HTML5 geht nunmal nicht so schnell voran wie erhofft.
Windows 8 hat mitunter sicher einige Vorteile gegenüber Windows Vista oder auch XP, denn es startet schnell und es läuft auch effizient und ziemlich rund. Vor allem auch die Apps ersparen dem Nutzer Zeit.
Dennoch sind sich viele Online-Medien einig, dass Windows 8 für den Standard-User mehr als verwirrend sein wird und man sich dennoch auf ein neues Windows Vista einstellen muss.
Der Erfolg des Microsoft-Betriebssystems steht dabei außer Frage, denn das Unternehmen ist sehr an der Verbreitung von Windows 8 interessiert und hat entsprechende Verträge mit Herstellern, weswegen sich die Software bereits vorinstalliert auf Komplettsystemen finden wird. Ob es auch bei den Nutzern einhellig positiv angenommen wird ist fraglich.
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