Microsoft hat kürzlich mit der Ankündigung der Version 7 seines Betriebssystems für Smartphones Furore gemacht. Was dabei untergegangen ist, ist die Tatsache, dass diese Version hauptsächlich für den Endkonsumenten gedacht ist. Parallel dazu bleibt nämlich die Version 6.5 am Markt und sie ist die erste Wahl für die Anwendung in Unternehmen. Denn sie ermöglicht nach wie vor die beste Integration mit Unternehmensprozessen und erlaubt die Realisierung der höchsten Sicherheitsstandards.
Sicherheit und Administration
Beginnen wir mit den Themen Sicherheit und Administration. Schon via Exchange Server können zentral Passwörter vergeben werden und die Verschlüsselung am Gerät festgelegt werden. Über Outlook Web-Access kann ein Gerät mit Windows Mobile neu formatiert und damit alle Daten gelöscht werden. Der Systemcenter Mobile Device Manager geht noch über die in Exchange verfügbaren Funktionen hinaus. Es ermöglicht ein komplettes Management aller Funktionen eines Smartphones: Man kann festlegen, ob eine Speichererweiterung verwendet werden darf, ob Bluetooth funktioniert, ob Lieder geladen werden dürfen, Passwörter und Verschlüsselung des Gerätes, die Sperre von Websites und noch einiges mehr.
Integration
Smartphones ermöglichen flexibler und mobiler zu arbeiten. Standardmäßig liefert Windows Mobile 6.5 dafür bereits eine ganz hervorragende Basis. Es ist voll in das .Net Framework eingebunden und es gibt Clients für Sharepoint, Communicator (Office Communication Server – OCS), CRM, OneNote und Office. Vor allem der mobile Sharepoint Client bringt sehr viel. So kann etwa eine Freigabe eines Dokuments mobil erledigt werden, wenn der Prozess oder der Workflow in Sharepoint realisiert wurde. Dank des Clients kann ein Mitarbeiter oder Manager genauso vom Smartphone zugreifen wie vom PC.
Besonders praktisch ist die Presence Information, die man via Exchange und OCS bekommt. Darin inkludiert ist etwa Single Number Reach, was die Telefonkosten im Ausland deutlich reduziert, oder die Integration von Voice Mails. Man sieht wer frei und wer besetzt ist und auch die Fotos von Mitarbeitern werden angezeigt, so sie in Exchange hinterlegt sind. Auch dieser Client ist kostenlos beim OCS dabei und kann einfach auf den Smartphones installiert werden. Damit hat man am Handy die gleichen Presence Informationen wie am Firmen-PC – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Kooperation und Kollaboration innerhalb von Unternehmen.
Der mobile CRM-Client ermöglicht die Eingabe von Daten direkt beim Kunden. Mit Mobile Office kann man alle gängigen Dateiformate öffnen und die mobile Version von OneNote hilft Besprechungsnotizen zu organisieren. Ab der Office Version 2010 ist auch ein Sharepoint Workspace verfügbar. Der E-Mail Client unterstützt den User bei der Organisation von Kommunikation, indem er eine Konversationsansicht bietet – allerdings erst ab Exchange Server 2010.
Aber natürlich sind Unternehmensprozesse nicht nur in den Standardapplikationen abgebildet, sondern gehen teils weit darüber hinaus. Mit Hilfe des mobilen SDK können alle Anwendungen recht einfach mobilisiert werden. Auch in Österreich haben viele Partnerfirmen eine große Auswahl von Lösungen für Smartphones auf der Basis von .Net und Windows Mobile geschaffen – ein Beispiel einer sehr umfangreichen und mächtigen Applikation ist ab Seite 6 beschrieben. In Windows Mobile 7 ist das .Net Framework dagegen nicht integriert.
( )© Telekom-Presse
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Fotos: Credit: Microsoft
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