(04.08.2011; 08:30) Im Rechtsstreit zwischen Zynga und Vostu kam es gestern zu zwei neuen Entwicklungen. Zusätzlich zu der ersten eingereichten Klage in Kalifornien, reichte Zynga ebenso eine Klage in Brasilien gegen Vostu ein. Weiters zog Zynga Google in diesen Rechtsstreit mit hinein. Der Grund dafür ist, dass Google Orkut, die populär in Brasilien sind, die Spiele von Vostu anbieten. Google, das Aktionär von Zynga ist, ist von dieser Entwicklung sicher begeistert.
Auch die in Brasilien eingereichte Klage befasst sich mit Urheberrechtsverletzungen von Vostu. Dem Unternehmen wird von Zynga vorgeworfen unlauteren Wettbewerb mit dem Kopieren von Zynga-Spielen zu betreiben. Einige Professoren von den unterschiedlichsten Universitäten haben die Spiele analysiert und kamen zu dem Schluss, dass sowohl das Gameplay als auch die grafische Gestaltung von Zynga kopiert worden seien.
Ein Richter in Brasilien hat Zynga jetzt eine einstweilige Verfügung gegen Vostu gewährt. Diese Verfügung veranlasst Vostu und Orkut vier Spiele zu entfernen. Zu diesen Spielen gehören Megacity, Cafè Mania, Pet Mania und Vostu Poker. Innerhalb von 48 Stunden müssen diese Spiele entfernt sein oder die Unternehmen müssen 20.000 Real (ca. 13.000 Dollar) als Strafe zahlen. Diese Angaben wurden in einer Presseerklärung von Zynga veröffentlicht.
Zygna begrüßt zwar Vostu in der Arena der sozialen Spiele, wird aber eklatante Verletzungen ihrer kreativen Arbeiten nicht akzeptieren. Laut dem Leiter der Rechtsabteilung von Zygna, Reggie Davis, sei es eine Sache sich von Zynga-Spielen inspirieren zu lassen, aber diese zu kopieren verletzt das geistige Eigentum und steht somit mit dem Gesetz im Widerspruch. Nach dem Google Orkut verklagt wurde, stellt sich die Frage, warum Facebook von Zynga nicht verklagt wurde. Über dieses soziale Netzwerk sind die Vostu-Spiele ebenso zugänglich.