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Motorola will SMS zu Werbezwecken auslesen

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Eine neue Technologie soll Kurznachrichten nach bestimmten Begriffen durchforschen und passende Werbung liefern. Auch Gespräche könnten belauscht werden.

(Wien, 30.20.2007) Motorola beschäftigt sich derzeit mit der Entwicklung eines Text-Scanners, der SMS auslesen kann. Wie die britische "Times" berichtet, dient die neue Technik der Verbreitung von personalisierter Werbung. Die auf dem Handy installierte Software könnte auch für die Analyse von Telefongesprächen angewendet werden.

Stichwort-Suche
Die Software erkennt anhand von Stichwörtern wer "Hunger" hat oder "Essen" will. Ein potenzieller Kunde könnte sogleich mit Restaurant- oder Supermarktwerbung versorgt werden. "Wir haben hier eine Technik, die es uns nicht nur erlaubt, herauszufinden, wo sich eine Person gerade befindet, sondern auch, was ihre Interessen gerade sind", so Kenneth Keller, Marketingchef bei Motorola, gegenüber der "Times".

Schlechte Zeiten für Privatsphäre
Datenschützer sehen dunkle Wolken am Horizont aufziehen, ist Motorola ja nicht das erste Unternehmen, das Spionage und Werbung ungeniert miteinander verknüpft. So durchforscht Google beispielsweise E-Mails für Werbezwecke und MySpace verkauft Profildaten an Werbekunden. Motorola verspricht zwar per Opt-in Verfahren vorzugehen - es soll nur beliefert werden, wer ausdrücklich seine Zustimmung erteilt- allerdings in Verknüpfung mit einem Preisnachlas. Datenschützer befürchten eine Diskriminierung von Kunden, die ihre Privatsphäre bewahren wollen.

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