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DVB-H zieht in Österreich ein

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Seit 6. Juli ist mobiles Fernsehen via DVB-H möglich. Welche Tarifpakete die Mobilfunker geschnürt haben und welche Gerätschaften sich am Markt tummeln, lesen Sie hier.

(Wien, 25.6.2008) Vor wenigen Wochen hat die Media Broadcast gemeinsam mit ihren Partnern One, Hutchison 3G und Mobilkom Austria den Startschuss für mobiles Fernsehen via DVB-H gegeben. Die Mobilkom ist noch in letzter Minute auf den fahrenden Zug aufgesprungen und hat ein DVB-H-Paket geschnürt. T-Mobile hingegen setzt weiterhin auf DVB-T.

DVB-H ist EU-Standard
Der Übertragungsstandard DVB-H (Digital Video Broadcasting) findet nicht nur in Österreich regen Zuspruch - immerhin stehen drei Mobilfunker des Landes hinter der Technik - sondern wurde auch in das EU-Verzeichnis der Normen und Spezifikationen aufgenommen. Das heißt, dass die EU-Mitgliedsländer angehalten werden, den Standard anderen Technologien vorzuziehen, um eine einheitliche Basis für die Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten zu schaffen.

Wenig Auswahl
Während DVB-H offenbar auch die EU zu seinen Anhängern zählen darf, zeigen sich die Handyhersteller noch etwas skeptisch. Das beweist auch die Anzahl der verfügbaren DVB-H-fähigen Geräte: Derzeit kann Fernsehen via DVB-H nur mit dem Nokia N77 empfangen werden. Bei Hutchison 3G gibt es zusätzlich noch das N73 im Angebot, allerdings ist für die Nutzung von DVB-H ein so genanntes "Dongle", also ein Zusatzgerät, notwendig. Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen im Sommer will der Mobilfunker auch das Momodesign Handy auf den Markt bringen, das mit einem OLED-Display ausgerüstet ist. Ein weiteres Gerät wird von Samsung kommen:  Das 116,7 x 58,8 x 11,8 Millimeter große  SGH-P960 ist mit einem 2,3-LCD-Display bestückt  und unterstützt ebenfalls den DVB-H-Standard. Sony Ericsson hingegen zeigt sich noch abwartend: Vorerst ist kein entsprechendes Modell geplant. Auch bei LG hält sich die Euphorie in Grenzen. Derzeit setzt der Handyhersteller noch auf den DVB-T-Standard, der von T-Mobile bevorzugt (angeboten wird das LG HB620T) und auch von der Mobilkom neben DVB-H angeboten wird.

Enorme Qualitätsunterschiede
Hinsichtlich Qualität hat aber DVB-H die Nase vorne: Die Technologie funktioniert sehr gut, Bildqualität und Empfang waren auf dem kleinen Bildschirm des Nokia N77 hervorragend - abgesehen von kleinen Tonstörungen, ergab ein Test der "Telekom-Presse". Der Unterschied zu Handy-TV mit DVB-T-Technologie ist enorm. Während beim DVB-T-Test mit dem LG HB620T Ruckelbilder und Programmunterbrechungen häufig auftauchten, war bei DVB-H davon keine Rede mehr. Selbst im letzten Winkel des Büros war der DVB-H-Empfang einwandfrei. Bei DVB-T mussten jedoch Bild- und Tonstörungen festgestellt werden. Ein Pluspunkt kassiert DVB-T aber immer noch: Die Technologie ist mittlerweile in fast ganz Österreich verfügbar. DVB-H kann derzeit nur begrenzt empfangen werden und zwar in Wien, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt. Bis Jahresende soll das DVB-H Netz auch alle übrigen Landeshauptstädte und deren Umgebung umfassen.

Eine kleine Tarif-Fibel
Mit kostenloses Fernsehen bis Jahresende und kleinen Preisen wollen die Mobilfunkbetreiber Mobile TV vorantreiben. One bietet dazu das Nokia N77 in Kombination mit dem Tarif "Große Plaudertasche" (25 Euro) zum Preis von neun Euro an. Bis Jahresende können Neukunden mit dem "Handy-TV-Paket" mobiles Fernsehen kostenlos nutzen. Ab Jänner 2009 sind dann für unlimitierten Fernsehgenuss neun Euro monatlich fällig. Mit dem Bonusprogramm "New One" ist das Nokia N77 für bestehende One-Kunden ab 6. Juni 2008 ab neun Euro verfügbar.

Bei Hutchison 3G gibt es das Nokia N77 gemeinsam mit dem Tarif "ShowTime XL" für 69 Euro. Das MobileTV-Angebot via Streaming inklusive DVB-H ist über die gesamte Vertragslaufzeit kostenlos. Das Angebot gilt noch bei Anmeldung des ShowTime XL-Tarifs (Grundgebühr: 24 Euro) bis 31. Juli 2008. Für Kunde, die einen anderen Tarif als den ShowTime XL in Anspruch nehmen, ist DVB-H noch bis Jahresende gratis. Danach wird für das Paket sechs Euro im Monat verrechnet.

Die Mobilkom Austria bietet das Nokia-Handy mit A1 Komplett Paket zum Preis von 49 Euro an. Wer sich bis 14. August für das Nokia N77 entscheidet, nutzt alle DVB-H Fernseh- und Radioprogramme bis Ende des Jahres kostenlos. Danach werden neun Euro monatlich verrechnet. Ab dem 15. August kostet das DVB-H-Angebot ebenfalls neun Euro im Monat. Darüber hinaus bietet die Mobilkom auch das LG HB620 an, das mit dem A1 Komplett Paket zu einem Preis von 99 Euro verfügbar ist. Für das Fernsehangebot via DVB-T werden keine Gebühren verrechnet. Bei T-Mobile kostet das LG-Handy in Verbindung mit dem Tarif "Fairplay Plus" 149 Euro. Zusatzkosten fallen für die Nutzung von DVB-T auch bei T-Mobile nicht an.

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