(24.01.2012, 13:30) Mobile Zahlungssysteme sind auf den Vormarsch. Wenn es nach Ebay-Chef John Donahoe geht, können Brieftaschenhersteller sich schon mal nach einem neuen Job umsehen: Seiner Meinung nach werden diese nämlich in zwei Jahren nicht mehr gebraucht werden.
In absehbarer Zeit sollen, so der Vorstand des Online-Giganten, mobile Zahlungssysteme bereits soweit ausgebaut sein, dass sie das Bezahlen mit Bargeld ablösen werden. "Ich trage eine Geldbörse mit mir, mein Vater hatte eine, mein Großvater auch. In zwei Jahren wird die verschwunden sein.", meinte der seit 2008 leitende CEO auf der DLD-Konferenz in München.
Nicht nur die Medienwelt, auch den Handel werden mobile Geräte, allen voran Smartphones, grundlegend verändern und dort alte Gewohnheiten verschwinden lassen. Das Unternehmen eBay ist Besitzer des digitalen Bezahlungssystems PayPal, welches im Herbst in den deutschen Handel einsteigen wird. Es wurde dabei angekündigt, dass die technischen Schnittstellen des Konzerns für große Einzelhändler geöffnet werden würden.
Besitzer von Smartphones können den Bezahlungsmodus PayPal ebenfalls bereits mobil nutzen. Es ist also durchaus verständlich, dass Donahoe von einem Durchbruch der digitalen Bezahlung ausgeht, würde davon vor allem er und sein Unternehmen stark profitieren. Im Bereich der Online-Bezahlung konkurriert eBay mit Amazon, Google sowie einzelnen Mobilfunkunternehmen, die sich ebenfalls in diesen Bereich spezialisieren. Es wird sogar vermutet, dass Apple sich im Markt digitaler Bezahlsysteme etablieren könnte. Die PayPal-Sparte wird seit dem Rücktritt des damaligen Chefs Scott Thompson nun von John Donahoe selbst geführt.